Weiter geht es mit Teil 2 unserer Südostasien-Reise von 2018. In Teil 1 waren wir in Bangkok und Siem Reap, jetzt folgen Phnom Penh und Ho-Chi-Minh-Stadt. Wie schon in Teil 1 gilt: Die Preise, die ich hier nenne, haben wir 2018 bezahlt. Wo ich den damaligen Preis nicht mehr weiß oder nachgeschaut habe, steht der heutige Preis dabei und ist als solcher gekennzeichnet (Stand: Oktober 2026).
Ankunft in Phnom Penh – alter Flughafen, neuer Flughafen
Von Siem Reap sind wir nach Phnom Penh geflogen. 2018 sind wir noch am alten Phnom Penh International Airport (PNH) gelandet. Der lag mit rund 10 km deutlich näher am Stadtzentrum als der heutige Flughafen. Fürs Taxi haben wir umgerechnet 10 € bezahlt und waren nach etwa 40 Minuten an unserer Unterkunft, dem Positano Boutique Hotel & Sky Bar.

Positano Boutique Hotel & Sky Bar – direkt am Fluss
Gebucht haben wir das Hotel über booking.com, für die eine Nacht haben wir damals rund 24 € bezahlt. Es liegt direkt am Tonlé Sap, dem Fluss, der in Phnom Penh in den Mekong mündet, und steht dort auch heute noch. Von der Sky Bar des Hotels aus hatten wir einen tollen Blick auf den Fluss und die benachbarten Stadtteile.
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Tanzen im Park – ein Abend in Phnom Penh
Eine Sache war für mich damals komplett neu: Am frühen Abend haben sich die Leute im Park getroffen und gemeinsam zur Musik getanzt oder Aerobic gemacht. Oft waren auch ältere Leute dabei, das kannte ich aus Europa so nicht. Den restlichen Abend haben wir entspannt angehen lassen, denn am nächsten Morgen mussten wir schon wieder zum Bus, um nach Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam zu fahren.

Mit dem Bus nach Ho-Chi-Minh-Stadt
Die Busreise haben wir über 12go gebucht. Den damaligen Preis weiß ich leider nicht mehr. Heute zahlst Du für die rund sechs- bis siebenstündige Fahrt ab etwa 20 € pro Person, je nach Anbieter und Busklasse. Damals war es vermutlich etwas günstiger.
Der Busterminal lag an der Street 106 (Preah Moha Ksatreiyani Kossamak), von unserer Unterkunft waren es nur knappe 10 Gehminuten, auch mit Gepäck gut machbar. Die Abfahrtsorte der Anbieter wurden in den letzten Jahren teilweise verlegt. Schau deshalb in Deiner Buchungsbestätigung nach, wo Dein Bus heute losfährt. Koffer einladen, und schon ging es los. Auch dieser Bus war sehr bequem, und die Fahrt zur Grenze verging relativ schnell.
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Zu Fuß über die Grenze nach Vietnam
An der Grenze (Bavet auf kambodschanischer, Moc Bai auf vietnamesischer Seite) mussten wir erneut aussteigen und zu Fuß hinüber. Seltsam war es zu sehen, was für Gefährte dort einfach so über die Grenze rollten: Fahrzeuge, die in Deutschland nie durch den TÜV gekommen wären und wegen Überladung gar nicht hätten fahren dürfen. Dort war das überhaupt kein Problem.
Als Inhaber eines tschechischen Reisepasses musste ich 2018 noch vorab ein Visum besorgen. Bei mir lief das online über eine Agentur. Dort habe ich einen Ausdruck mit meiner Visumnummer bekommen, den ich am Grenzübergang dem Beamten vorgelegt habe. Der hat mir daraufhin einen Visumaufkleber in den Pass geklebt. Das hat mich rund 22 € gekostet. Mein Kumpel mit deutschem Pass durfte dagegen ohne Visum einreisen.
Nach dem Grenzübergang mussten wir noch auf den Bus warten und haben die Pause für eine Stärkung genutzt. Und genau hier, auf der vietnamesischen Seite der Grenze, habe ich die beste Pho meines Lebens gegessen. Ich würde die Einreise nach Vietnam jederzeit wieder machen, nur um diese Suppe noch einmal zu probieren.

Ho-Chi-Minh-Stadt – Roller, so weit das Auge reicht
Kaum waren wir nach der Pause wieder losgefahren, war mir klar: Der Song „Nine Million Bicycles“ von Katie Melua handelt zwar eigentlich von Peking, aber er hätte genauso gut Ho-Chi-Minh-Stadt (früher Saigon) gehören können – nur eben mit Rollern statt Fahrrädern. Diese schiere Anzahl überall! Für uns Europäer sieht der Verkehr undurchsichtig und chaotisch aus. Ich bin zwar in Thailand schon viel Roller gefahren, in Vietnam würde ich das aber nicht tun. Das ist selbst für mich zu riskant.
An der Ampel stehen die Roller immer ganz vorn, in mehreren Reihen vor den Autos. Sobald sie auf Grün schaltet, klingt es, als würde ein Hornissenschwarm auf Dich zufliegen. Der Pegel des Verkehrslärms ist wirklich belastend.
Wer schon einmal in Ho-Chi-Minh-Stadt war, kann eine Geschichte darüber erzählen, was für ein Abenteuer es ist, dort als Fußgänger die Straße zu überqueren. An vielen Stellen gibt es zwar Zebrastreifen, aber die wurden vermutlich nur aufgemalt, weil man zu viel weiße Farbe übrig hatte (kleiner Scherz). Gehalten wird dort jedenfalls nicht. Von außen sieht das Überqueren einer Straße wie eine unüberwindbare Aufgabe aus, und wenn man selbst am Straßenrand steht, ist die Angst noch größer. Ein falscher Schritt, und ein Roller oder Auto könnte Dich erwischen. So fühlt es sich zumindest beim ersten Mal an.
Tatsächlich hat das Überqueren einer Straße in Vietnam System: Roller- und Autofahrer achten in der Regel auf Dich. Ich will nicht sagen, dass das ohne Risiko ist, auf keinen Fall. Sobald Du aber den Mut fasst und losläufst, lichtet sich die scheinbar unüberwindbare Wand, und Du erreichst die andere Straßenseite. Ein Herzklopfen, wenn nicht sogar Herzrasen, garantiere ich Dir dort.

Eden Garden Hotel – und plötzlich Millionäre
Der Bus hat uns in der Phạm Ngũ Lão im Backpacker-Viertel im Bezirk 1 rausgelassen. Unsere Unterkunft, das Eden Garden Hotel, haben wir über Agoda gebucht und auch deshalb gewählt, weil es nur knappe 7 Gehminuten von der Bushaltestelle entfernt war. Für zwei Nächte haben wir damals 62 € bezahlt. Heute liegst Du preislich in einer ähnlichen Größenordnung.
An der freundlichen und hilfsbereiten Rezeption haben wir gleich zwei wichtige Dinge erledigt: Geld wechseln und einen Ausflug für den nächsten Tag buchen. Wir bekamen den tagesaktuellen Kurs, und im Nu waren wir Millionäre: Aus 100 € wurden 2.750.000 VND. Heute wären es rund 2.900.000 VND (1 € ≈ 29.150 VND, Stand: Oktober 2026).
Danach haben wir das Gepäck schnell verstaut und die Nachbarschaft erkundet. Dabei haben wir zum ersten Mal den Verkehr am eigenen Leib erlebt. Sobald die Sonne untergegangen war, ging es ins Getümmel der Bui-Vien-Straße, der bekannten Ausgehmeile des Viertels. Seit 2017 wird sie an Wochenendabenden als Walking Street für den Verkehr gesperrt. Wir waren von Montag bis Mittwoch dort, die Sperrung hat uns also nicht betroffen.
Mekong-Delta – ein Ausflug, der nicht hielt, was er versprach
Der Tagesausflug ins Mekong-Delta, den uns die Rezeption angeboten hatte, war etwas, das wir schon immer sehen und erleben wollten. Also haben wir gleich gebucht. Ich meine, es waren rund 50 € pro Person, ganz sicher bin ich mir aber nicht mehr. Dafür weiß ich, dass sich der Ausflug später als sein Geld nicht wert herausgestellt hat.
Am nächsten Morgen wurden wir schon früh von einem Minivan abgeholt. Wir hatten uns auf eine Bootsfahrt mit den traditionellen Booten gefreut, gesteuert von Sampan-Fahrern mit ihren berühmten Reishüten. Stattdessen standen Tempelanlagen und irgendwelche Farmen auf dem Programm. Ein kleines Stück sind wir tatsächlich mit dem Sampan gefahren, aber es war so überlaufen, solche Touristenmassen, dass es überhaupt keinen Spaß gemacht hat. Die meiste Zeit haben wir im Minivan verbracht.
Als wir zurück waren, wollten wir den Ausflug reklamieren, denn uns wurde etwas anderes angeboten, als wir dann tatsächlich erlebt haben. Der Streit war uns das bezahlte Geld aber nicht wert, und wir haben es dabei belassen. Mein Tipp: Schau Dir vor dem Buchen genau an, was im Programm enthalten ist.
Ho-Chi-Minh-Stadt hat einiges zu bieten. Einen Überblick über Ausflüge und Aktivitäten findest Du bei GetYourGuide, vielleicht wirst Du dort fündig.
Aktivitäten in Ho-Chi-Minh-Stadt ansehen →

Weiter nach Singapur
Am nächsten Morgen hat uns ein Taxi zum Flughafen Tan Son Nhat (SGN) gebracht, von wo es weiter nach Singapur ging. Den damaligen Flugpreis weiß ich nicht mehr. Heute findest Du Flüge von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Singapur ab etwa 70 € pro Person, inklusive Handgepäck und Aufgabegepäck. Je nach Fluggesellschaft und Reisezeitraum kann es mehr sein.
Unser nächster Halt: Singapur. Dazu mehr in Teil 3.
Was diese Etappe gekostet hat
| Posten | für | Preis |
|---|---|---|
| Taxi vom alten Flughafen Phnom Penh zum Hotel, rund 40 Minuten | 1 Fahrzeug (2 Personen) | rund 10,00 € |
| Positano Boutique Hotel & Sky Bar, 1 Nacht, über booking.com | 2 Personen | rund 24,00 € |
| Bus Phnom Penh–Ho-Chi-Minh-Stadt, ab 20 € p. P. (heutiger Richtwert) | 2 Personen | ab 40,00 € |
| Visum für Vietnam (online über eine Agentur beantragt, Aufkleber im Pass) | 1 Person | rund 22,00 € |
| Eden Garden Hotel, 2 Nächte, über Agoda | 2 Personen | 62,00 € |
| Tagesausflug ins Mekong-Delta, rund 50 € p. P. (aus der Erinnerung geschätzt) | 2 Personen | rund 100,00 € |
| Taxi zum Flughafen Tan Son Nhat, rund 3,50 bis 7 € (heutiger Richtwert, hier die Mitte angesetzt) | 1 Fahrzeug (2 Personen) | rund 5,00 € |
| Flug Ho-Chi-Minh-Stadt–Singapur, ab 70 € p. P. inkl. Handgepäck und Aufgabegepäck (heutiger Richtwert) | 2 Personen | ab 140,00 € |
In Summe rund 403 € für uns beide. Davon sind rund 118 € echte Beträge von damals: das Taxi in Phnom Penh, Positano, das Visum und Eden Garden. Beim Rest bin ich ehrlich: Der Mekong-Ausflug ist eine Schätzung aus der Erinnerung, und Bus, Taxi zum Flughafen und Flug nach Singapur sind heutige Richtwerte, weil ich die damaligen Preise nicht mehr weiß. Damals war es vermutlich etwas günstiger. Nicht in der Summe enthalten ist die Verpflegung, dazu habe ich keine verlässlichen Beträge mehr. Die Euro-Beträge aus 2018 sind bereits damals umgerechnet worden. Heutige Preise in US-Dollar und Dong habe ich mit 1 € ≈ 1,15 US-Dollar bzw. 1 € ≈ 29.150 VND umgerechnet (Stand: Oktober 2026).
Alle Buchungslinks auf einen Blick
- Unterkünfte in Phnom Penh: booking.com
- Bus Phnom Penh – Ho-Chi-Minh-Stadt: 12go
- Unterkunft Ho-Chi-Minh-Stadt: Eden Garden Hotel bei Agoda
- Ausflüge und Aktivitäten in Ho-Chi-Minh-Stadt: GetYourGuide
In Teil 3 geht es weiter nach Singapur und Krabi in Thailand – mehr dazu in Kürze.
Und wenn Du beim Lesen gedacht hast „so eine Route will ich auch, aber nicht selbst zusammensuchen“: Genau das ist meine Arbeit. Das erste Gespräch kostet nichts.




