Südostasien Teil 3: Singapur in zwei Tagen – Marina Bay Sands und Sentosa

Weiter geht es mit Teil 3 unserer Südostasien-Reise von 2018. In Teil 2 sind wir von Phnom Penh nach Ho-Chi-Minh-Stadt gefahren und von dort nach Singapur geflogen. Jetzt sind wir in Singapur. Wie schon in den ersten beiden Teilen gilt: Die Preise, die ich hier nenne, haben wir 2018 bezahlt. Wo ich den damaligen Preis nicht mehr weiß, habe ich den heutigen Preis nachgeschaut und als solchen gekennzeichnet (Stand: Oktober 2026).

Ankunft am Changi Airport – sauber, kühl und gut vernetzt

Einreise nach Singapur heute: Mit einem deutschen Reisepass brauchst Du für Urlaubsreisen kein Visum und kannst bis zu 90 Tage bleiben. Vor der Einreise musst Du außerdem die SG Arrival Card ausfüllen. Das geht kostenlos online über die offizielle Seite der Einwanderungsbehörde ICA oder mit der kostenlosen MyICA-App. Du kannst das Formular innerhalb von drei Tagen vor Deiner Ankunft ausfüllen, der Ankunftstag zählt mit. Nach dem Absenden bekommst Du die Karte per E-Mail bzw. als PDF, speichere sie Dir am besten auf dem Smartphone. Vorsicht bei kostenpflichtigen Drittanbietern: Im Netz gibt es Seiten, die für das Ausfüllen Geld verlangen. Das ist nicht nötig. Dein Reisepass sollte bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Die Regeln ändern sich immer wieder, schau deshalb vor der Reise beim Auswärtigen Amt bzw. beim Außenministerium Deines Landes nach.

Nachdem wir am Changi Airport gelandet waren und unser Gepäck entgegengenommen hatten, war ich wieder einmal beeindruckt. Wenn Du am Changi Airport ankommst, wirst Du sofort von der Sauberkeit und der Ausstattung überwältigt sein. Überall ist Teppichboden ausgelegt, sodass Dein Trolley fast lautlos hinter Dir herrollt, und auch der Eigengeruch des Flughafens ist einzigartig angenehm. Es gibt überall saubere Toiletten und Sitzplätze mit Lademöglichkeiten für Smartphone, Laptop und andere Gadgets.

In Singapur herrscht das ganze Jahr über tropisches Klima, es ist also heiß und schwül. Für uns Mitteleuropäer ist eine Sache ungewohnt und den meisten unbekannt: Alles in Südostasien ist unglaublich heruntergekühlt, ob öffentliche Verkehrsmittel oder Shoppingmalls. Der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen ist gewaltig.

Vom Flughafen sind wir mit der grünen EW Line weitergefahren. Bis Aljunied waren es sieben Stationen, bei den meisten Zügen mit Umstieg in Tanah Merah. Die MRT, wie die U-Bahn in Singapur heißt, ist super sauber und gepflegt. Und selbst im tiefsten Tunnel hat man noch Datenempfang auf dem Smartphone.

Wenn Du vorab eine günstige eSIM möchtest, kann ich Dir die von Saily, Yesim oder Airalo empfehlen. Alle drei Anbieter haben auch Tarife für Asien allgemein, falls Du eine Reise wie diese planst. Dann musst Du nicht in jedem Land eine neue eSIM aktivieren.

Der Changi Airport in Singapur

Unterkunft in Geylang

Von der Station Aljunied sind wir knappe 10 Minuten zu Fuß zum Hotel 81 Premier Star gelaufen, das wir über booking.com gebucht hatten.

Gleich vorweg ein Fakt: Unterkünfte sind in Singapur teuer. Umso günstiger war unser Preis: Für zwei Nächte zu zweit haben wir nur 92 € bezahlt, für Singapur extrem wenig.

Geylang ist nicht der schönste Fleck Singapurs. Gefährlich fanden wir es nicht, aber sauber ist anders: Überall lagen Zigarettenstummel, die man in Singapur sonst kaum findet. Geylang ist außerdem als Singapurs Rotlichtviertel bekannt. Das solltest Du vor der Buchung wissen, vor allem, wenn Du als Paar oder mit Kindern reist oder ein ruhiges Viertel suchst. Schau Dir in dem Fall am besten auch Unterkünfte in anderen Stadtteilen an.

Unser Zimmer war kaum größer als zwei Einzelbetten. Die Koffer konnten wir kaum aufklappen, weil dann kein Durchkommen mehr möglich gewesen wäre. Ein Fenster hatten wir auch nicht, dafür ein eigenes Bad mit Dusche und WC im Zimmer.

Hotel 81 Premier Star ansehen →

Unsere Unterkunft in Geylang in Singapur

Zum Marina Bay Sands – mein Singapur-Highlight

Ich durfte Singapur 2011 zum ersten Mal besuchen, und für viele Jahre war Singapur für mich das Nonplusultra unter den Städten weltweit. Mein persönliches Highlight war immer das Marina Bay Sands: dieses Schiff auf drei Pfeilern mit seinem Infinity-Pool, der über die Skyline und das Finanzzentrum Singapurs blickt. Den Pool kenne ich nur von Bildern und vom Hörensagen. Er ist Hotelgästen vorbehalten, und in den Genuss bin ich leider nie gekommen. Wer mehr über die Löwenstadt erfahren möchte, findet hier einen Überblick. Es lohnt sich.

Gepäck verstaut, und schon haben wir uns auf den Weg zum Marina Bay Sands gemacht. Wir sind zuerst drei Stationen mit der grünen EW Line von Aljunied bis Bugis gefahren und dort in die blaue DT Line umgestiegen. Schon nach einem Halt waren wir an der Station Promenade.

2018 haben wir die MRT bereits kontaktlos bezahlt, und zwar mit der wiederaufladbaren EZ-Link-Karte. Heute brauchst Du diese Karte nicht mehr unbedingt, denn an den Schranken kannst Du direkt mit Kredit- oder Debitkarte zahlen, auch mit Apple Pay und Google Pay. Bei im Ausland ausgestellten Karten fällt pro Tag eine Gebühr von 0,60 S$ (rund 0,40 €) an, dazu kommen eventuell Gebühren Deiner Bank.

Wenn Du die MRT verlässt und Richtung Süden läufst, kommst Du automatisch auf der linken Seite am Riesenrad vorbei, dem Singapore Flyer. Für Formel-1-Fans ist das ein aufregender Spot: Hier verläuft die Rennstrecke des Singapur-Grand-Prix, und direkt neben dem Flyer liegt das Pit Building mit der Boxenanlage. Das Gebäude ist außerhalb der Rennzeit normalerweise nicht öffentlich zugänglich, nur bei einzelnen Aktionen öffnet es seine Türen. Von außen kannst Du es Dir aber jederzeit ansehen.

Läufst Du weiter Richtung Süden auf die Helix-Brücke zu, erstrahlt das Marina Bay Sands am Horizont vor Dir. Bei Tageslicht ist der Bau imposant, bei Dunkelheit ist das Ganze eine andere Dimension. Wenn Du schon vor der Helix-Brücke nach rechts Richtung Esplanade und Waterfront Promenade abbiegst, hast Du den schönsten Blick auf das Marina Bay Sands und die Skyline von Raffles Place mit den vielen Hochhäusern. Besuch diesen Ort unbedingt bei Nacht. Du wirst verblüfft und begeistert sein.

Wir sind hier am späten Nachmittag angekommen und konnten das Marina Bay Sands und die Skyline deshalb sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit erleben. An der Waterfront Promenade gibt es viele Sitzplätze zum Verschnaufen und zum Genießen der Aussicht.

Einen Tipp für den Abend habe ich noch, auch wenn wir sie uns nicht angeschaut haben: die Wassershow am Marina Bay Sands, sie heißt Spectra – A Light & Water Show. Das Wichtigste dazu in Kürze: Es ist eine kostenlose, etwa 15-minütige Outdoor-Show mit tanzenden Fontänen, Lasern, Projektionen und orchestralem Soundtrack. Du siehst sie an der Event Plaza an der Uferpromenade direkt vor dem Marina Bay Sands. Reservieren musst Du nichts. Laut Webseite des Marina Bay Sands läuft sie von Sonntag bis Donnerstag um 20 und 21 Uhr sowie freitags und samstags um 20, 21 und 22 Uhr (Stand: Oktober 2026). Die Zeiten werden gelegentlich angepasst, schau deshalb vorher auf der offiziellen Seite nach.

Das Marina Bay Sands am Abend

Aussichtsplattform, Casino und Shoppes im Marina Bay Sands

Wenn Du schon einmal in Singapur bist, empfehle ich Dir tatsächlich den Besuch der Aussichtsplattform des Marina Bay Sands. Wir waren selbst oben, und zwar erst nach 17 Uhr. Der Eintritt kostet aktuell laut Klook bis 16 Uhr rund 25 € pro Person und ab 17 Uhr rund 28 € (heutiger Preis, Stand Oktober 2026, nicht der von 2018). So bekommst Du nicht nur die atemberaubende Aussicht auf die Skyline, sondern auf der anderen Seite auch auf Gardens by the Bay. Die Aussicht ist phänomenal, und man wünscht sich, man dürfte sie aus dem Infinity-Pool genießen. Ein Nachteil, der nicht nur für diesen Spot gilt, sind die möglichen Touristenmassen. Stell Dich darauf ein, etwas zu warten, um das perfekte Bild zu schießen.

Tickets für die Aussichtsplattform ansehen →

Blick von der Aussichtsplattform des Marina Bay Sands über Singapur

Das Marina Bay Sands ist nicht nur Hotel, sondern auch Casino und Shoppingmall. Als Tourist musst Du am Eingang des Casinos Deinen Reisepass vorzeigen. Auch Singapurer und Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht dürfen hinein, sie zahlen dafür aber eine Eintrittsabgabe von 150 S$ pro Tag (rund 105 €).

In der Shoppingmall findest Du die luxuriösesten Marken und viele Restaurants. Man kann dort in einem Sampan, einem chinesischen Holzboot, über einen Kanal fahren, ähnlich wie mit einer Gondel in Venedig. Seinerzeit gab es an der Stelle sogar eine künstliche Eisbahn. Heute befindet sich dort eine interaktive Lichtinstallation.

Den Abend haben wir in Hotelnähe ausklingen lassen, weil es dort viele Restaurants gab. In der Gegend um unser Hotel fielen uns besonders viele indische Lokale auf, zum Essen musst Du Dich aber nicht auf indisch beschränken, es gibt viele verschiedene Küchen zur Auswahl. Auch mit Souvenirs kann man sich hier günstig eindecken.

Essen in Geylang – das kannst Du probieren: Geylang ist bei den Singapurern vor allem für sein Essen bekannt. Die folgenden Tipps stammen aus meiner Recherche, nicht aus unserem Abendessen damals.
  • Frosch-Porridge (Frog Porridge): Froschschenkel im Tontopf in würziger Ingwer-Soja-Sauce, dazu cremiger Reisbrei. Viele Lokale dafür liegen an der Lorong 9.
  • Beef Kway Teow: im Wok kräftig angebratene breite Reisnudeln mit zartem Rindfleisch, ebenfalls an der Lorong 9.
  • Hokkien Mee: gebratene Gelb- und Reisnudeln mit Garnelen und Tintenfisch, bekannt von der Lorong 29.
  • Zi Char: chinesische Hausmannskost zum Teilen, zum Beispiel Garnelen mit gesalzenem Ei, gebratener Fisch und Gemüse, auch noch spät abends.
  • Satay: über Holzkohle gegrillte Fleischspieße mit süß-würziger Erdnusssauce, zum Beispiel an der Lorong 29.
  • Durian: Geylang gilt als Hotspot für die „König der Früchte“, die Stände schlagen sie direkt an der Straße auf. Die Hauptsaison ist etwa von Juni bis August, eine kleinere gibt es von November bis Februar.
Preise als grober Richtwert (Stand: Oktober 2026): Einfache Nudel- und Reisgerichte kosten je nach Lokal meist grob 3 bis 8 S$ (rund 2 bis 5,60 €). Größere Gerichte zum Teilen, etwa Frosch-Porridge oder Zi Char, liegen oft bei 30 bis 50 S$ für zwei Personen (rund 21 bis 35 €). Einzelne Stände und Öffnungszeiten ändern sich, schau deshalb vor Ort oder in aktuellen Bewertungen nach.

Mit der Seilbahn nach Sentosa

Am nächsten Morgen sind wir zuerst eine Station mit der grünen EW Line gefahren und dann mit der gelben CC Line weiter nach HarbourFront. Unser Ziel war die Vergnügungsinsel Sentosa. Dort gibt es unter anderem die Universal Studios, gleichzeitig dient die Insel den Einheimischen als Rückzugsort zur Erholung.

Man kommt auch mit dem Auto oder Taxi auf die Insel. Ich selbst habe aber immer nur den Sentosa Express oder die Seilbahn benutzt. Der Sentosa Express ist eine Monorail, die im dritten Stock des VivoCity-Einkaufszentrums abfährt. Der Eintritt auf die Insel kostet heute 4 S$ (rund 2,80 €) und wird beim Einstieg fällig. Die Rückfahrt und die Fahrten auf der Insel sind kostenlos. Zu Fuß kommst Du über den Sentosa Boardwalk, der ebenfalls im VivoCity beginnt, sogar gratis auf die Insel.

Wir haben uns dieses Mal für die etwas spektakulärere Variante entschieden: die Seilbahn, die über den Hafen mit dem Singapore Cruise Centre führt. Tickets für Hin- und Rückfahrt gibt es aktuell für rund 24 € pro Person bei GetYourGuide. Die Fahrt mit der Seilbahn ist entspannter, denn der Sentosa Express ist häufig voll, und die Wartezeit kann deutlich länger sein. Wir hatten tatsächlich das Glück, die Gondel ganz für uns allein zu haben. So konnten wir die Aussicht ungestört genießen und Bilder machen.

Auf der Insel kannst Du Dich frei zu Fuß bewegen und auf eigene Faust erkunden. Die Universal Studios haben wir nicht besucht, dafür braucht man einen ganzen Tag. Die Insel bietet aber allerlei andere Attraktionen, die Du bei Bedarf nutzen kannst.

Seilbahn-Tickets nach Sentosa ansehen →

Blick aus der Seilbahn auf dem Weg nach Sentosa

Entspannen am Siloso Beach

Unser Ziel war der Siloso Beach im Westen der Insel. Nach dem vielen Reisen wollten wir ein paar Stunden am Wasser entspannen. Lass Dir gesagt sein: Das ist ein künstlich angelegter Strand. Man kann hier aber ganz gut baden, und es gibt einige Clubs und Bars. Das Wasser war seicht und warm. Einen kleinen Beigeschmack haben die zahlreichen Containerschiffe, die man vom Strand aus sieht. Optisch war das Wasser sauber, und gestunken hat es auch nicht, ich wollte es nur erwähnt haben. Der Zugang zum Strand ist kostenlos.

Der Siloso Beach auf Sentosa

Weiter nach Krabi

Am nächsten Morgen war unser Kurzaufenthalt in Singapur auch schon wieder vorbei, und wir sind vom Changi Airport zurück nach Thailand geflogen, nach Krabi. Den damaligen Preis für die Flugtickets kenne ich nicht mehr. Heute zahlst Du für einen Direktflug mit einer Billigairline ab etwa 150 € pro Person, inklusive Aufgabegepäck (Stand: Oktober 2026, der Preis hängt vom Reisedatum ab). Etwas günstiger geht es mit Umstieg, zum Beispiel in Kuala Lumpur, dann zahlst Du ab rund 124 € pro Person. Dafür bist Du je nach Verbindung gut vier Stunden unterwegs statt knapp zwei.

Flüge Singapur – Krabi vergleichen →

Abschied von Singapur

Damit endet unser Aufenthalt in Singapur. In Teil 4 geht es weiter in Krabi – mehr dazu in Kürze.

Was diese Etappe gekostet hat

PostenfürPreis
Hotel 81 Premier Star, 2 Nächte, über booking.com2 Personen92,00 €
Eintritt Aussichtsplattform Marina Bay Sands, Tarif ab 17 Uhr, 28 € p. P. (heutiger Preis laut Klook)2 Personenrund 56,00 €
Seilbahn nach Sentosa, hin und zurück, rund 24 € p. P. (heutiger Richtwert)2 Personenrund 48,00 €
Flug Singapur–Krabi, Direktflug ab 150 € p. P. inkl. Aufgabegepäck (heutiger Richtwert)2 Personenab 300,00 €

In Summe ab rund 496 € für uns beide. Davon ist nur das Hotel mit 92 € ein echter Betrag von damals. Beim Rest bin ich ehrlich: Aussichtsplattform, Seilbahn und Flug sind heutige Richtwerte, weil ich die damaligen Preise nicht mehr weiß. Nicht in der Summe enthalten sind Verpflegung und die MRT-Fahrten in Singapur. Heutige Preise in Singapur-Dollar habe ich mit 1 € ≈ 1,43 S$ umgerechnet (Stand: 8. Oktober 2026).

Alle Buchungslinks auf einen Blick

Und wenn Du beim Lesen gedacht hast „so eine Route will ich auch, aber nicht selbst zusammensuchen“: Genau das ist meine Arbeit. Das erste Gespräch kostet nichts.

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