Diesmal ging es von Stuttgart aus zum Weihnachtsshopping nach Budapest. Der Weihnachtsmarkt dort soll zu den schönsten Europas gehören, und genau davon wollten wir uns persönlich überzeugen. Über Skyscanner hatten wir uns bereits im Herbst nach Tickets umgesehen. Die günstigsten haben wir bei Wizz Air für 58 € pro Person gefunden und gebucht. So günstig war das Ticket, weil wir nur mit kleinem Handgepäck (40 x 30 x 20 cm, max. 10 kg) gereist sind – für die drei Übernachtungen war das völlig ausreichend. Den Parkplatz für den Zeitraum 6. bis 9. Dezember haben wir, wie schon fast traditionell, in Stuttgart über Airparks gebucht und dafür 44 € bezahlt.
Flüge nach Budapest vergleichen →
Ankunft und der Weg in die Stadt
Nach knapp 90 Minuten sind wir in Budapest gelandet. Da wir nur mit Handgepäck unterwegs waren, konnten wir uns gleich zum Ausgang begeben und uns auf die Suche nach dem Bus in die Innenstadt machen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, ins Zentrum zu kommen – wir haben uns für den Bus 100E entschieden. Er hat nur wenige Haltestellen und bringt einen in 30 bis 40 Minuten in die Stadt. Im Dezember 2024 haben wir pro Person 2.200 HUF (ca. 6,05 €) für die einfache Fahrt bezahlt. Heute kostet dieselbe Fahrt einheitlich 2.500 HUF (ca. 6,90 €) – der Preis wurde zum 1. Oktober 2025 angehoben. Das Ticket bekommt man entweder bar beim Fahrer oder mit der EC-Karte am Automaten im Bus.
Ausgestiegen sind wir an der Haltestelle Astoria M und von dort die knapp 700 Meter zu Fuß zu unserer Unterkunft, den CLAUDIA Apartments Budapest, gelaufen. Gebucht hatten wir die strategisch sehr gut gelegene Unterkunft über booking.com, drei Übernachtungen für 187,73 €. Auf dem Weg dorthin haben wir schon einen ersten Überblick bekommen, was die Gegend an Restaurants zu bieten hat – dazu ein paar kleine Supermärkte und Souvenirgeschäfte. Das Wetter war den ganzen Aufenthalt über stark bedeckt und regnerisch. Wie hat mal eine berühmte Person gesagt? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Und wir waren vorbereitet.
Verfügbarkeit bei CLAUDIA Apartments prüfen →
An der Unterkunft wurden wir bereits von der Besitzerin erwartet, die uns alles genau gezeigt und erklärt hat. Sobald das Gepäck abgelegt war, ging es direkt auf Erkundungstour.
Weihnachtsmärkte, Kettenbrücke und Parlament
Über die Wesselényi utca, vorbei an der Dohány utcai Zsinagóga, sind wir mitten ins Geschehen gelaufen. In Budapest finden gleich mehrere Weihnachtsmärkte statt. Die beiden bekanntesten liegen auf dem Vörösmarty-Platz im Herzen der Stadt und vor der St.-Stephans-Basilika. Der Markt am Vörösmarty-Platz ist der größte und traditionellste, direkt am Ende der Fußgängerzone Váci utca gelegen. Vor der Basilika findet sich der „Advent Bazilika" mit einer 3D-Lichtshow an der Fassade. Wer es ruhiger mag, findet kleinere Märkte im Stadtpark bei der Burg Vajdahunyad oder auf dem Hauptplatz von Óbuda.
Wir haben uns zunächst für den Markt in der Fußgängerzone entschieden. Durch den bedeckten Himmel wurde es früher dunkel als sonst, sodass die Weihnachtslichter ihren vollen Zauber entfalten konnten. Wir sind die Deák-Ferenc-Straße bis ans Donauufer gelaufen und dort rechts Richtung Kettenbrücke abgebogen. Die Kettenbrücke ist die älteste und bekannteste – und in meinen Augen schönste – Brücke, die die Donau in Budapest überspannt. Budapest besteht bekanntlich aus zwei Stadtteilen, Pest auf der einen und Buda auf der anderen Seite der Donau. Genau auf der Pest-Seite der Brücke sind wir losgelaufen, um auf die andere Seite nach Buda zu gelangen. Schon von hier aus hat man einen schönen Blick auf das Parlamentsgebäude.
Auf der Buda-Seite angekommen, sind wir wieder rechts abgebogen und zu Fuß bis zur U-Bahn-Station Batthyány tér gelaufen. Von hier aus hat man fast eine direkte, frontale Sicht auf das imposante Parlamentsgebäude. Da wir die Donau auf der Kettenbrücke bereits überquert hatten, wollten wir sie nun unterqueren, und sind mit der roten Metrolinie M2 eine Station bis Kossuth Lajos tér gefahren – für das Ticket haben wir damals 450 HUF (ca. 1,25 €) pro Person bezahlt. Die Station liegt direkt am Parlamentsgebäude, das bei Dunkelheit in warmem Orange erstrahlt und dadurch noch eindrucksvoller wirkt.
Auf dem Weg zum nächsten Ziel haben wir kurz an den Schuhen am Donauufer haltgemacht – einem Denkmal, das an die Opfer erinnert, die hier während des Zweiten Weltkriegs erschossen wurden –, bevor wir nach knapp 15 Gehminuten die St.-Stephans-Basilika mit dem nächsten Weihnachtsmarkt erreicht haben. Dieser Markt hat ein ganz anderes Flair als der in der Fußgängerzone – die 3D-Lichteffekte, die auf die Basilika projiziert werden, machen ihn einzigartig. Weihnachtsmärkte sind in der Regel etwas teurer, auch bei uns. Mir ist aber aufgefallen, dass die Preise in Budapest noch einmal deutlich über dem liegen, was wir aus Deutschland gewohnt sind.
Burg Vajdahunyad und die Eisbahn im Stadtpark
Am nächsten Tag haben wir die schöne Burg Vajdahunyad besucht. Dafür sind wir zunächst fünf Minuten von unserer Unterkunft bis zur Straßenbahnstation Blaha Lujza tér gelaufen, vier Stationen mit der Straßenbahn bis Oktogon gefahren und dort auf die Metro umgestiegen bis Hősök tere. Der Heldenplatz liegt am Ende der berühmten Andrássy-Straße und bildet das Tor zum Stadtwäldchen. Von hier waren es nur noch wenige Minuten bis zur Burg.
Auf dem Weg dorthin sind wir an einer riesigen, künstlich angelegten Eisbahn vorbeigekommen, auf der jeder mit eigenen oder geliehenen Schlittschuhen seine Runden drehen kann. Wir selbst haben das nicht gemacht, aber zur Orientierung: Der Eintritt für Erwachsene liegt aktuell bei 3.500 HUF in den Nebenzeiten bis 4.500 HUF an Abend- und Wochenendterminen (ca. 9,60 € bis 12,35 €), der Schlittschuhverleih bei 3.500 HUF (ca. 9,60 €) plus einer Kaution von 2.000 HUF (ca. 5,50 €) in bar oder als Dokument. Kinder unter 6 Jahren kommen kostenlos rein. Mehr dazu auf der Seite des Betreibers.
Wir sind lediglich durch den Park rund um die Burg gelaufen, bevor wir uns per Bus in Richtung der Seilbahn zur Bergburg aufgemacht haben.
Königspalast, Sikló und Fischerbastei
Ausgestiegen sind wir an der Station Clark Ádám tér. Ein Einzelticket der öffentlichen Verkehrsmittel kostet heute 500 HUF (ca. 1,35 €) im Vorkauf oder am Automaten. Wer häufiger unterwegs ist, kann zu einem 10er-Block greifen: Heute kostet der 4.500 HUF (ca. 12,35 €, also 450 HUF pro Ticket). Zum Vergleich: Im Dezember 2024 haben wir für denselben 10er-Block noch 4.000 HUF (ca. 11,00 €, also 400 HUF pro Ticket) bezahlt.
Die Seilbahn zum Royal Palace, die Sikló, haben wir nicht genommen, weil wir die Umgebung lieber zu Fuß erkunden wollten. Wer sie sich nicht entgehen lassen will: Die Ticketpreise wurden zum 1. Februar 2026 angepasst. Eine einfache Fahrt kostet seitdem 4.500 HUF (ca. 12,35 €), die Hin- und Rückfahrt 5.500 HUF (ca. 15,10 €). Kinder von 3 bis 14 Jahren zahlen 2.000 HUF (ca. 5,50 €) für die einfache Fahrt. Wichtig: Die Budapest Card gilt hier nicht für eine Freifahrt, bietet vor Ort aber oft kleine Ermäßigungen.
Vom Royal Palace sind wir weiter bis zur Fischerbastei gelaufen. Sie ist ein wunderschönes Gebäude und bietet eine tolle Aussicht von oben auf die Donau und die Pest-Seite. Mach dich hier aber auf große Menschenmassen gefasst – jeder möchte das perfekte Selfie ergattern.
Türkisches Bad und der letzte Abend
Den letzten Tag haben wir es locker angehen lassen und unseren Füßen etwas Erholung gegönnt: Wir haben uns für ein türkisches Bad entschieden – Eintrittskarten gibt es ausschließlich vor Ort. Wir sind mit der Straßenbahn ab Blaha Lujza tér M gefahren und an der Haltestelle Margit híd, budai hídfő H ausgestiegen, die letzten Meter dann in knapp 10 Minuten zu Fuß. Ein Ticket gilt 3 Stunden, die Preise variieren aktuell zwischen 5.700 HUF (ca. 15,65 €) und 7.200 HUF (ca. 19,80 €), je nach Wochentag und Uhrzeit.
Am Abend haben wir noch einen kurzen Abstecher auf die Buda-Seite unternommen: über die Elisabethbrücke zur St.-Gerard-Sagredo-Statue und zum Aussichtspunkt Keresztutak. Besonders bei Nacht ermöglicht dieser Punkt wirklich einzigartige Bilder von Budapest.
Rückflug und unser Fazit zu Budapest
Am nächsten Morgen ging es noch bei Dunkelheit zurück zum Flughafen. Dafür mussten wir zunächst die knapp 10-minütige Strecke zur Station Deák Ferenc tér M zurücklegen, denn von dort fährt der Bus 100E wieder zum Flughafen.
Ein paar persönliche Eindrücke zum Schluss: Budapest lässt sich gut zu Fuß erreichen und erkunden. Wenn Dir 20.000 Schritte am Tag nichts ausmachen, kommst Du gut durch die Stadt. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind erschwinglich. Beim Essen wird es dagegen schnell teuer: Ein Langosch mit Sauerrahm und Käse kostet ab etwa 10 €, eine einfache Gulaschsuppe ebenfalls ab 10 € – das ist happig. Einen Baumstriezel bekommst Du je nach Lokalität zwischen 3 und 5 €. Die Weihnachtsmärkte sind schön anzusehen, aber in meinen Augen überteuert – die Preise liegen über unseren deutschen. Anschauen: ja. Geschenke für die Liebsten kaufen: eher nicht. Auch das Essen ist auf den Märkten noch einmal teurer als sonst auf den Straßen üblich.
Vier Tage, drei Übernachtungen reichen aus, um Budapest zu erkunden – sogar eine Nacht weniger wäre ausreichend gewesen.
Was diese Etappe gekostet hat
| Posten | für | Preis |
|---|---|---|
| Flug Stuttgart–Budapest (Wizz Air), 58 € p. P. | 2 Personen | 116,00 € |
| Parkplatz Flughafen Stuttgart, 3 Tage (Airparks) | 1 Fahrzeug | 44,00 € |
| Unterkunft CLAUDIA Apartments Budapest, 3 Nächte | 2 Personen | 187,73 € |
| Flughafenbus 100E, einfache Fahrt, damals 2.200 HUF p. P. | 2 Personen | 12,10 € |
| Metro-Einzelfahrt Batthyány tér–Kossuth Lajos tér, 450 HUF p. P. | 2 Personen | 2,50 € |
| Türkisches Bad (Veli Bej), Vormittagstarif, 5.700 HUF p. P. | 2 Personen | 31,32 € |
In Summe rund 394 €, ohne Verpflegung und sonstige Eintritte vor Ort. HUF-Beträge umgerechnet mit einem Kurs von 1 € ≈ 364 HUF (Stand: September 2026). Nicht enthalten: Eisbahn und Sikló, da wir beide nicht genutzt haben.
Alle Buchungslinks auf einen Blick
- Flugsuche: Skyscanner
- Parkplatz Flughafen Stuttgart: Airparks
- Unterkunft CLAUDIA Apartments Budapest: booking.com
Damit ist unser Budapest-Trip komplett erzählt. Und falls Du beim Lesen gedacht hast „so einen Städtetrip will ich auch, aber nicht selbst durchplanen": Genau das ist meine Arbeit. Das erste Gespräch kostet nichts.




