Philippinen-Abenteuer: Cebu und eine unvergessliche Begegnung mit Walhaien
Von Singapur aus flog ich über Manila weiter nach Cebu – mein allererstes Mal auf den Philippinen. Kein großer Plan, nur ein Ziel: Oslob, an der Südspitze der Insel.
Nach einer kurzen Nacht auf Cebu holte mich früh morgens ein Reiseleiter mit seinem Van ab. Dreieinhalb Stunden Fahrt durch die Insel, vorbei an Reisfeldern und kleinen Dörfern, bis die Straße irgendwann direkt am Meer endet. In Oslob wartet das, wofür die meisten hierherkommen: Schwimmen mit Walhaien.
Mit einem Bangka – einem traditionellen Auslegerboot – fuhren wir raus aufs Wasser. Und dann waren sie da. Direkt unter uns, direkt neben uns. Walhaie. Mehrere. So groß, dass man im ersten Moment nicht begreift, was man sieht.
Der Sprung ins Wasser kostet Überwindung. Man steht auf dem Boot, schaut runter auf einen Fisch, der locker sechs Meter misst, und der Kopf sagt erst mal: lieber nicht. Aber Walhaie fressen ausschließlich Plankton – man ist für sie nicht interessant. Sobald man das wirklich verstanden hat, kommt die Ruhe. Und dann schwimmt man neben dem größten Fisch der Welt und vergisst alles andere.
Was mich am meisten überrascht hat: die Haut. Ich hatte erwartet, dass sich Fische glatt und glitschig anfühlen. Als mich einer der Walhaie im Vorbeischwimmen streifte, fühlte sich das eher an wie grobes Schleifpapier. Eine dieser Kleinigkeiten, die man nie vergisst, weil sie alles in Frage stellen, was man zu wissen glaubte.

































