Rumänien & Italien

Sibiu, Hunedora, Brasov, Rom, Florenz und Pisa Nov. 2015

Von Draculas Heim zur Ewigen Stadt: Sibiu, Bran und Rom

Diese Reise hatte ein Thema: Dracula. Von Stuttgart aus flogen wir nach Sibiu, mitten ins rumänische Siebenbürgen – Ausgangspunkt für eine Tour, die einen Großteil des Mythos abdeckt.

Unser erster Stopp war Schloss Corvin in Hunedoara – eine Burg aus dem 14. Jahrhundert, die so aussieht, wie eine Burg in dieser Geschichte aussehen muss. Spitze Türme, Steinmauern, hölzerne Brücke über den Burggraben. Wenn man durch das Tor geht, versteht man sofort, warum dieser Ort Drehbuchschreibern und Spieleentwicklern seit Jahrzehnten als Vorlage dient. Hier wirkt nichts inszeniert – die Geschichte sitzt in den Wänden.

Weiter ging es auf der Transfăgărășan, der Bergstraße, die der ehemalige Top-Gear-Moderator Jeremy Clarkson einmal als „die beste Straße der Welt“ bezeichnet hat. Die Strecke schraubt sich in endlosen Serpentinen auf über 2000 Meter Höhe, mit Aussichten, die einen alle paar Minuten zum Anhalten zwingen. Die Fahrt dauert deutlich länger, als man auf der Karte denkt – aber genau das ist hier der Punkt.

Den Abschluss in Rumänien machte Schloss Bran bei Brașov – die Burg, die mit Graf Dracula in Verbindung gebracht wird. Ob Bram Stoker sie tatsächlich als Vorlage für sein Buch nutzte, ist bis heute umstritten. Aber wenn man auf den Hügel zufährt und die Burg zwischen den Wäldern auftauchen sieht, ist die Wirkung trotzdem da.

Von Sibiu ging es weiter nach Rom. Andere Stadt, anderer Kontinent vom Gefühl her. Den Petersdom besuchten wir zu Fuß – und egal, wie viele Bilder man vorher gesehen hat, drinnen wird man trotzdem still. Die Dimensionen lassen sich auf Fotos einfach nicht festhalten. Und dann, völlig unerwartet, fuhr Papst Franziskus auf dem Petersplatz in seinem Papamobil durch die Menge. Er winkte, die Leute jubelten – ein Moment, mit dem wir an diesem Tag absolut nicht gerechnet hatten.

Für einen spontanen Tagesausflug nahmen wir den Zug nach Florenz und weiter nach Pisa. In Florenz endlich Michelangelos David – mein Namensvetter, auf den ich mich seit langem gefreut hatte. Und ja: Bilder vorbereiten einen nicht auf die Wirkung im Original. Die Statue ist über fünf Meter hoch, und sie steht da, als würde sie gleich anfangen zu atmen. In Pisa hatten wir gerade noch Zeit für den obligatorischen Stopp am Schiefen Turm, bevor wir abends wieder nach Rom zurückfuhren.

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