Thailand-Abenteuer über Bangkok: Kanchanaburi, Chiang Mai und atemberaubende Ausblicke
Von Frankfurt aus ging es über Maskat nach Bangkok – und diesmal hatten wir nicht die übliche Bangkok-Phuket-Route im Kopf. Diesmal sollte es in Richtungen gehen, die wir vorher noch nicht gesehen hatten.
Vom Bahnhof Thonburi nahmen wir den Zug nach Nam Tok – eine der ungewöhnlichsten Zugfahrten Thailands. Die Strecke führt über die berühmte Brücke am Kwai, errichtet im Zweiten Weltkrieg unter Zwangsarbeit, ein Ort, der heute Mahnmal und Touristenziel zugleich ist. Wenn der Zug langsam über die Brücke rattert, wird man unweigerlich still.
Endstation war Kanchanaburi, eine Provinz, in der Thailand ganz anders aussieht als an der Küste: Berge, Wälder, Wasser, kaum Touristen. Mit dem Roller haben wir den Srinagarind-Staudamm und den Erawan-Wasserfall erkundet. Der Erawan-Wasserfall besteht aus sieben Stufen, jede mit einem türkisfarbenen Becken davor – man kann hier baden, und die kleinen Fische in den oberen Becken knabbern an den Füßen, wenn man stillhält. Kostenlose Fischpediküre mit Aussicht.
Kurzer Hinweis am Rande: Wer in Thailand einen Roller mietet, sollte niemals den Reisepass als Pfand hinterlegen. Standard ist das leider an manchen Orten, aber das Risiko ist zu groß. Mein Tipp: vor der Reise zu Hause eine farbige Kopie des Passes machen und diese als Pfand anbieten – das hat bei uns immer funktioniert.
Von Kanchanaburi fuhren wir mit dem Bus zurück nach Bangkok und nahmen dort den Nachtzug nach Chiang Mai – eine der entspanntesten Arten, in den Norden Thailands zu reisen. Abends einsteigen, morgens an einem komplett anderen Ort wieder aussteigen.
In Chiang Mai haben wir wieder zum Roller gegriffen. Tempel an jeder Ecke, lebhafte Märkte, und ein Wasserfall, der wirklich ungewöhnlich ist: der Bua Tong Waterfall, auch Sticky Waterfall genannt. Der Name kommt nicht von ungefähr – die Mineralablagerungen machen das Gestein so griffig, dass man den Wasserfall barfuß hochklettern kann. Klingt unmöglich, funktioniert tatsächlich.
Das Highlight in Chiang Mai war aber das Elephant Jungle Sanctuary. Kein Reiten, keine Shows – nur ein Tag mit Elefanten, die in einer geschützten Umgebung leben dürfen. Sie füttern, mit ihnen ins Wasser gehen, beobachten. Wenn ein Elefant einen aus nächster Nähe anschaut, versteht man, warum man diese Tiere niemals als Touristenattraktion in Ketten sehen sollte.
Zurück in Bangkok nahmen wir vor dem Rückflug noch den Mahanakhon Skywalk mit – die Aussichtsplattform auf Thailands zweithöchstem Gebäude, in über 300 Metern Höhe. Die Glasterrasse am Rand ist nichts für schwache Nerven: Man steht buchstäblich auf einer Glasscheibe, unter sich die ganze Stadt. Aber genau dieser Blick ist es, der die Reise auf den Punkt bringt.
















































































