Thailand Teil 1: Bangkok und Kanchanaburi – auf der Todeseisenbahn an den Kwai

Im Februar 2024 ging es von Frankfurt aus nach Bangkok. Ziel dieser Reise war es, Kanchanaburi und Chiang Mai zu besuchen. Geflogen bin ich allein – meine Freundin, die in Thailand lebt, kam direkt nach Bangkok, und ab dort ging es gemeinsam weiter.

Der Flug und die Anreise nach Bangkok

Gesucht habe ich den Flug wie immer über Momondo, gebucht dann über Expedia – 632 € für mich allein, hin und zurück. Mit dem eigenen Pkw bin ich nach Frankfurt angereist und habe den Parkplatz für den Zeitraum vom 23.2. bis 7.3.2024 über Airparks gebucht, 120,59 €. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, dass sich daran noch etwas ändern würde – aber dazu mehr am Ende von Teil 2.

Vergleichbare Flüge nach Bangkok finden →

Vom Suvarnabhumi Flughafen haben wir den Airport Rail Link in die Innenstadt genommen. Die Fahrt bis zur Station Makkasan, wo wir auf die Metro umgestiegen sind, kostet aktuell 35 Baht (rund 1 €) pro Person – wer bis zur Endstation im Zentrum durchfährt, zahlt inzwischen 45 Baht. An der Station Makkasan sind wir auf die MRT umgestiegen und bis zur Station Fai Chai weitergefahren. Von dort waren es nur noch knappe 20 Minuten zu Fuß bis zu unserer Unterkunft, dem 24Residence Siriraj, das wir über booking.com für 26 € für zwei Personen und eine Nacht gebucht hatten. Diese Unterkunft haben wir aus strategischen Gründen gewählt, weil sie günstig für unseren nächsten Ausgangspunkt lag: die Bahnhofstation Thonburi.

Mit der Todeseisenbahn nach Kanchanaburi

Eine Zugfahrt vom Bahnhof Thonburi in Bangkok nach Nam Tok kostet für Ausländer in der 3. Klasse pauschal 100 Baht (rund 2,60 €) – unabhängig von der gefahrenen Distanz. Der Preis gilt für die gesamte Strecke der historischen Todeseisenbahn, und Tickets werden am Reisetag direkt am Schalter in Thonburi gekauft, im Voraus oder online geht das nicht. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde. Im Nachhinein würde ich diese Reise gerne noch einmal machen. Aber der Reihe nach.

Die offizielle Abfahrt des Zuges Richtung Kanchanaburi ist um 07:45 Uhr. Tickets bekommt man mühelos direkt vor Ort, und für das leibliche Wohl ist gesorgt: Direkt am Bahnsteig gibt es einen Amazon-Kaffee für alle, denen es noch zu früh am Morgen ist. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt ein traditioneller thailändischer Markt, an dem man sich für die Zugfahrt mit ausreichend Essen und Trinken eindecken kann.

Der Zug hat ausschließlich Wagen dritter Klasse. Je nachdem, welchen Sitzplatz man erwischt, sitzt man entweder auf leicht gepolsterten Bänken oder direkt auf Holz. Die einzige Klimaanlage, die dieser Zug kennt, ist der Fahrtwind, der durch die meist offenen Fenster ins Innere strömt. Mit etwas Glück sitzt man in der Nähe eines Ventilators – der muss aber nicht funktionieren. Bei unserer Fahrt tat er es nicht, was aber nie wirklich tragisch ist: Der Fahrtwind versorgt einen ausreichend mit frischer Luft. Manche strecken den Kopf aus dem Fenster oder hängen sich während der Fahrt aus der offenen Tür – natürlich auf eigenes Risiko, der Zug fährt dabei nie besonders schnell. Motivieren möchte ich zu diesem Stunt aber ausdrücklich niemanden.

Das Auffälligste und auch Schönste an dieser Fahrt: An jeder Haltestation steigen Einheimische zu, die ihre selbstgemachten Leckereien zum Verkauf anbieten. So kann man traditionelles, handgemachtes Essen und Desserts probieren. Bis Kanchanaburi, bevor der Zug die legendäre River-Kwai-Brücke überquert, ist der Zug relativ leer. Das ändert sich dann schlagartig, denn alle wollen die weltberühmte Brücke und die Todeseisenbahnstrecke selbst erleben. Mehr zur Geschichte findest Du auf den Wikipedia-Seiten zur Brücke über den Kwai und zur Thailand-Burma-Eisenbahn.

Je weiter man sich der Endstation Nam Tok nähert, desto abenteuerlicher wird die Fahrt. Der Zug wird spürbar langsamer, der feste Schienenuntergrund weicht Holzbalken und -trägern. In Schrittgeschwindigkeit rollt der Zug über diese Holzbrücken, begleitet vom Quietschen, Surren und Knacken der Konstruktion unter den Rädern. Aus dem Fenster kann man dabei beinahe die Felswand berühren, an der sich die Trasse entlangschlängelt – zu massiv, um sie zu durchbrechen, war die Klippe für die Erbauer damals, also wurde einfach an ihr vorbeigebaut, mit dem Fluss auf der anderen Seite. Ein absolut empfehlenswertes Erlebnis, für unglaublich kleines Geld.

In Nam Tok angekommen, haben wir uns von einem lokalen Fahrer mit dem Pkw zu unserer Unterkunft bringen lassen, dem Binlha Raft Resort. In knapp 15 Minuten waren wir da und haben unter 100 Baht (rund 3 €) bezahlt.

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Drei Nächte auf dem Fluss Kwai

Wir haben uns für das Binlha Raft Resort entschieden, weil es über Zimmer direkt auf dem Fluss Kwai verfügt. Fest verankert, konnte man dennoch spüren, wie das Wasser unter einem hindurchfloss – seekrank wurde man dadurch aber nicht. Für drei Nächte haben wir 357 € für zwei Personen bezahlt.

Über die Unterkunft haben wir uns für drei Tage einen Roller gemietet, 300 Baht (rund 8 €) pro Tag. Am nächsten Tag ging es damit zum Srinagarind-Damm – über eine Stunde Fahrt, bei der unsere Gesäßmuskeln kräftig strapaziert wurden und meine rechte Hand von der monotonen Gashaltestellung immer wieder einschlief. Der Damm selbst war jetzt nichts Spektakuläres.

Die Erawan-Wasserfälle dagegen, die wir auf dem Rückweg besucht haben, waren es. Es handelt sich um einen siebenstufigen Wasserfall. Der Eintritt lag zum Zeitpunkt unseres Besuchs im März 2024 bei 60 Baht (rund 1,60 €) für meine thailändische Freundin und beim Fünffachen für mich als Ausländer, 300 Baht (rund 8 €) – zusammen also knapp 10 €. Die Preise können inzwischen gestiegen sein, in solchen Nationalparks ändern sie sich gelegentlich. Wir waren Anfang März dort, also in der Trockenzeit – der Wasserfall führte entsprechend weniger Wasser, als er es in der Regenzeit tun würde. Trotzdem eine klare Empfehlung.

Ein Fisch-Spa ist an diesen Wasserfällen inklusive: Sobald man die Füße in eines der Becken hängt, knabbern kleine Fische daran. Es tut nicht weh, war für mich aber überraschend, weil ich damit nicht gerechnet hatte. Ein absolutes Muss sind feste Schuhe – keine Hiking-Schuhe, aber ein paar vernünftige Sneaker müssen es sein. Das Gelände ist zwar gut begehbar, trotzdem geht es ab und zu über Stock, Stein und Wurzel. Am Ausgang, bevor man die Wasserfälle wieder verlässt, gibt es ein paar Shops, um die verbrauchten Kalorien wieder aufzufüllen.

Zu Fuß auf der Todeseisenbahn

Der nächste Tag führte uns direkt auf die Death Railway – die Strecke, die wir zuvor mit dem Zug gefahren waren, wollten wir nun zu Fuß am eigenen Leib erleben. Mit dem Roller sind wir von der Unterkunft zur Station Tham Krasae gefahren. Von dort aus konnten wir direkt auf der legendären Holzkonstruktion der Eisenbahn des Todes laufen.

Um andere Züge muss man sich dabei kaum Sorgen machen: Der Zug passiert diese Stelle nur zweimal am Tag, zu festgelegten Zeiten, plus/minus eventuelle Verspätungen. Wir sind bis zur Krasae-Höhle noch ein wenig weitergelaufen, bevor wir wieder kehrtgemacht haben – in der Höhle kann man einkehren und etwas Schatten finden. Auf den Schienen selbst sollte man auch ohne Züge wachsam sein: Es handelt sich um eine Holzkonstruktion mit leeren Zwischenräumen zwischen den Balken, wer nicht aufpasst, kann sich leicht einen Fuß verstauchen. Der Spaziergang selbst ist wunderschön – man läuft am Fluss Kwai entlang und sieht die weite Natur und weitere schwimmende Unterkünfte, die sich am Fluss angesiedelt haben.

Der Rückweg nach Bangkok

Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen, und es ging wieder Richtung Bangkok. Von Nam Tok zum Busbahnhof Kanchanaburi haben wir ein Taxi genommen – die rund 60 Kilometer lange Fahrt dauerte etwa eine Stunde und kostet heute zwischen 500 und 600 Baht (rund 13 bis 16 €).

Vom Kanchanaburi Bus Terminal ging es dann per Bus zurück nach Bangkok. Die Preise dafür schwanken je nach Anbieter und Terminal – aktuell ab 4 € pro Person für den günstigsten Anbieter, ab 5 € für andere Verbindungen mit direkterer Ankunft.

Busverbindungen Kanchanaburi–Bangkok ansehen →

Ausgestiegen sind wir am Mochit Mini Bus Terminal, und weil wir genügend Zeit hatten, sind wir die rund drei Kilometer bis zur Krung Thep Aphiwat Central Terminal Station zu Fuß gelaufen – kostenlos und eine gute Gelegenheit, noch mal durchzuatmen, bevor es weiter Richtung Chiang Mai ging.

Was diese Etappe gekostet hat

PostenfürPreis
Flug Frankfurt–Bangkok und zurück, recherchiert über Momondo, gebucht über Expedia1 Person632,00 €
Parkplatz Flughafen Frankfurt, 23.2.–7.3.2024, über Airparks1 Fahrzeug120,59 €
Airport Rail Link Suvarnabhumi–Makkasan, 35 THB p. P.2 Personenrund 2 €
Unterkunft Bangkok, 24Residence Siriraj, 1 Nacht2 Personen26,00 €
Zugticket Thonburi–Nam Tok (Death Railway, 3. Klasse), 100 THB p. P.2 Personenrund 5 €
Fahrer Nam Tok–Binlha Raft Resort1 Fahrtrund 3 €
Unterkunft Nam Tok, Binlha Raft Resort, 3 Nächte2 Personen357,00 €
Rollerverleih, 300 THB pro Tag, 3 Tage1 Rollerrund 24 €
Eintritt Erawan-Nationalpark (60 THB Thai / 300 THB Ausländer, Stand März 2024, kann seither gestiegen sein)2 Personenknapp 10 €
Taxi Nam Tok–Kanchanaburi Busbahnhof1 Fahrtrund 13–16 €
Bus Kanchanaburi–Bangkok, ab 4 € p. P. (aktueller Preis)2 Personenab 8 €

In Summe rund 1.200 €. Alle Beträge sind in Euro angegeben; vor Ort zahlst Du in Thai-Baht, die Summe schwankt also mit dem Wechselkurs. Der Anflug meiner Freundin nach Bangkok ist nicht enthalten, weil er nicht zur Route ab Deutschland gehört. Gut die Hälfte der Summe entfällt allein auf Flug und Parkplatz – der Rest, von der Zugfahrt auf der Todeseisenbahn über drei Nächte am Fluss Kwai bis zu den Erawan-Wasserfällen, hat zusammen keine 450 € gekostet. Genau das meine ich, wenn ich sage, dass sich Einzelentscheidungen lohnen: Wer hier ein Rundum-Paket bucht, zahlt für Bequemlichkeit, nicht für das Erlebnis selbst.

Alle Buchungslinks auf einen Blick

Teil 2 dieser Reise führt weiter nach Chiang Mai und wieder zurück nach Bangkok – dort löse ich dann auch auf, was es mit dem Parkplatz auf sich hatte.

Und wenn Du beim Lesen gedacht hast „so eine Route will ich auch, aber nicht selbst zusammensuchen": Genau das ist meine Arbeit. Das erste Gespräch kostet nichts.

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