Südostasien Teil 1: Von Frankfurt über Bangkok nach Siem Reap und Angkor Wat

Am 30. Januar 2018 ging es für uns von Frankfurt aus auf einen Roundtrip durch Südostasien. Vorab ganz wichtig: Alle Preise, die ich hier nenne, haben wir 2018 bezahlt. Heute sieht das teilweise ganz anders aus – manches ist deutlich teurer geworden, manches sogar günstiger. Wo ich nachgeschaut habe, steht der heutige Preis dabei (Stand: September 2026).

Anreise – eine Nacht am Flughafen statt Stress am Abflugtag

Unser Flug ging schon um 10 Uhr vormittags. Von uns bis zum Frankfurter Flughafen sind es etwa 280 km, dafür braucht man in der Regel rund drei Stunden. Stress am Abflugtag wollten wir uns nicht antun, also sind wir schon am Vortag angereist.

Über Parken und Fliegen haben wir das H+ Hotel Frankfurt Airport West gebucht. Das hatte gleich mehrere Vorteile: Erstens liegt das Hotel nur rund 15 km vom Flughafen entfernt. Zweitens war der Shuttle zum Terminal kostenlos. Und drittens war der Parkplatz für unseren zweiwöchigen Trip schon im Übernachtungspreis drin. Damals haben wir 110 € für das Doppelzimmer bezahlt, heute geht es ab 140 € pro Nacht los.

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Unseren Flug haben wir über momondo gefunden. Über welche Plattform wir am Ende gebucht haben, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Was ich aber noch genau weiß: Es war ein Flug mit Oman Air mit Zwischenstopp in Maskat, und er hat uns damals nur 419 € pro Person gekostet – Hin- und Rückflug, wohlgemerkt. Nach rund 16 Stunden hatten wir das kalte Deutschland hinter uns gelassen und standen im heißen Bangkok.

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Bangkok – ankommen und die Zeitzone verdauen

Einreise nach Thailand heute: Bis zum 14. September 2026 konnten Deutsche für bis zu 60 Tage ohne Visum nach Thailand einreisen. Seit dem 15. September 2026 gilt für Deutsche bei Urlaubsreisen eine visumfreie Aufenthaltsdauer von 30 Tagen. Vor der Einreise musst Du außerdem die kostenlose Thailand Digital Arrival Card (TDAC) online ausfüllen, und zwar innerhalb der drei Tage vor Deiner Ankunft, am besten direkt auf der offiziellen Seite der thailändischen Einwanderungsbehörde (reine Infoverlinkung, kein Partnerlink). Die Regeln ändern sich schnell, schau deshalb vor der Reise beim Auswärtigen Amt bzw. beim Außenministerium Deines Landes nach.

eSIMs, wie es sie heute gibt, hatten wir damals noch nicht. Heute würden wir uns vor der Reise eine besorgen, zum Beispiel von Simbye, Airalo oder GigSky. Dann hast Du direkt nach der Landung Internet und musst am Flughafen nicht erst nach einer SIM-Karte suchen.

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Zu unserer Unterkunft, den Admiral Suites Bangkok, sind wir erst mit dem Airport Rail Link und dann mit dem BTS Skytrain gefahren. Für zwei Nächte im Doppelzimmer haben wir damals genau 100 € bezahlt. Heute zahlst Du dort ab 129 € für beide Nächte, ohne Frühstück und ohne kostenlose Stornierung. Das Hotel liegt richtig zentral in der Soi 22, einer Seitenstraße der Sukhumvit Road, zwischen zwei schönen Parks: dem Benjakitti und dem Benjasiri Park. Zu den BTS-Stationen Asok und Phrom Phong läufst Du jeweils etwa 15 Minuten.

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Eindrücke aus Bangkok zu Beginn unserer Südostasien-Reise

Nach zwei Tagen Akklimatisierung und Umgewöhnung an die neue Zeitzone ging es am dritten Tag weiter nach Kambodscha.

Weiter nach Siem Reap – Zug oder Bus?

Unser nächstes Ziel war Siem Reap. Wir waren damals aufs Budget aus und haben überlegt: Zug oder Bus? Der Zug wäre spottbillig gewesen. In der dritten Klasse hätten wir bis Aranyaprathet an der kambodschanischen Grenze umgerechnet keine 1,50 € gezahlt. Allerdings dauert allein diese Fahrt fünf bis sechs Stunden, und ab der Grenze hätten wir uns selbst um den Weitertransport kümmern müssen.

Also haben wir uns für den Bus entschieden, der direkt über die Grenze bis nach Siem Reap fährt. Die Fahrt dauert in der Regel rund neun Stunden. Wir haben damals umgerechnet rund 24 € pro Person für die einfache Strecke bezahlt. Die Sitze waren deutlich geräumiger, als man es sonst kennt, die Lehnen ließen sich weit nach hinten stellen, und WLAN gab es auch.

Achtung: Diese Route kannst Du aktuell nicht nachreisen. Thailand hat im Juni 2025 alle Landübergänge nach Kambodscha geschlossen, und sie sind bis heute zu (Stand: September 2026). Direktbusse fahren nicht. Von Thailand nach Kambodscha kommst Du derzeit nur mit dem Flugzeug. Flüge vom Bangkoker Flughafen Don Mueang (DMK) zum Flughafen Siem Reap–Angkor (SAI) gibt es ab ca. 80 €, je nach Airline und Gepäck. Vor dem Flug musst Du die kostenlose e-Arrival Card ausfüllen (arrival.gov.kh, bis 7 Tage vor Ankunft). Das Visum bekommst Du bei Ankunft am Flughafen für 30 US-Dollar (rund 26 €) oder vorab online auf evisa.gov.kh. Die Lage kann sich schnell ändern – schau vor der Reise beim Auswärtigen Amt nach.

Zu Fuß über die Grenze

Die Grenze zwischen Thailand und Kambodscha mussten wir zu Fuß überqueren. Kurz vorher wurden wir gebeten, mit unseren Reisepässen aus dem Bus auszusteigen. Nach rund 300 m Fußmarsch und einem kurzen Stopp bei der Immigration, wo wir unser Visa on Arrival bekommen haben, waren wir im Königreich Kambodscha. Auf der kambodschanischen Seite hat unser Bus schon auf uns gewartet.

Tipp: Nimm US-Dollar mit. In Kambodscha, vor allem in Siem Reap und Phnom Penh, zahlst Du fast überall mit US-Dollar. Der Dollar ist quasi die inoffizielle Zweitwährung, und Wechselgeld unter einem Dollar bekommst Du oft in Riel zurück. Nimm am besten ein paar kleine Scheine mit, und zwar saubere und unbeschädigte, denn eingerissene Scheine werden gern abgelehnt.

Ankunft in Siem Reap – und plötzlich hatten wir einen Fahrer

In Siem Reap hat uns der Bus an einer Art Sammelplatz rausgelassen, von dort mussten wir selbst zur Unterkunft kommen. Dort warteten unzählige Fahrer mit ihren Remorques – den kambodschanischen Tuk-tuks: Motorräder mit Anhänger, in denen meist zwei bis vier Personen Platz haben. Wir waren komplett überrumpelt, weil wir nicht wussten, was auf uns zukommt. Je nach Unterkunft wurde einem ein Fahrer zugeteilt, der einen dann hingebracht hat.

Unterwegs bot uns unser Fahrer an, ihn für den gesamten Aufenthalt zu buchen. Er würde uns überall hinfahren und wieder abholen. Dafür haben wir 20 US-Dollar (rund 17 €) pro Person bezahlt. Wann immer wir ihn gebraucht haben, war er da.

Zuerst hat er uns zu unserer Unterkunft gebracht, dem Siem Reap Pub Hostel. Gebucht hatten wir über booking.com, zwei Nächte in einem Zimmer mit zwei Einzelbetten für insgesamt 44 €. Heute bekommst Du die zwei Nächte im Februar sogar schon ab 20 €.

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Der erste Abend in der Pub Street

Wir haben unseren Fahrer gebeten, kurz zu warten, bis wir eingecheckt und das Gepäck aufs Zimmer gebracht hatten. Danach ging es in die Pub Street, um etwas zu essen und zu trinken. Kambodscha war damals fast unglaublich günstig: Ein Abendessen mit Getränk gab es schon unter 2 €.

In der Pub Street bin ich zum ersten Mal Skorpionen und Schlangen am Spieß begegnet, die dort frittiert oder gegrillt an Touristen verkauft werden. Die Skorpion-Spieße sind vor allem ein Fotomotiv. Ganz ausgedacht ist das Ganze aber nicht: Frittierte Insekten und sogar Vogelspinnen essen in Kambodscha auch Einheimische als Snack. Mit der klassischen Khmer-Küche hat das allerdings wenig zu tun.

Pub Street in Siem Reap am Abend

Khmer-Küche – milder als gedacht

So schmeckt die Khmer-Küche
  • Milder: Im Vergleich zu Thailand oder Laos ist das Essen in Kambodscha meist weniger scharf.
  • Aromen: Statt Schärfe dominieren frische Kräuter wie Zitronengras, Zitrusnoten und säuerlich-süßliche Aromen.
  • Basis: Reis und Fisch sind die Grundlage vieler Gerichte, dazu kommen Gemüse, Fleisch und Geflügel.
  • Einflüsse: Die Küche hat Einflüsse aus China, Indien und der französischen Kolonialzeit – deshalb gibt es zum Frühstück oft Baguette.

Was wir gegessen haben: Lok Lak. Ehrlich gesagt wussten wir damals gar nicht, wie das Gericht heißt. Auf unseren Tellern ist es trotzdem gleich zweimal gelandet. Lok Lak ist eines der bekanntesten Gerichte Kambodschas: kurz gebratenes, mariniertes Rindfleisch auf Salat, Tomate und Gurke, dazu Reis und meistens ein Spiegelei obendrauf. Das Beste daran ist der Dip aus Limettensaft, Salz und Kampot-Pfeffer, der dem Ganzen eine frische, pfeffrige Note gibt.

Kambodschanisches Gericht auf unserer Reise

Angkor Wat – früh raus zum berühmtesten Tempel

Am nächsten Morgen hat uns unser Fahrer früh an der Unterkunft abgeholt, so hatten wir es am Vorabend ausgemacht. Heute stand einer der berühmtesten Tempel der Welt auf dem Programm: Angkor Wat.

Tickets gibt es heute online auf der offiziellen Seite von Angkor Enterprise (reine Infoverlinkung, kein Partnerlink) oder am offiziellen Angkor Ticket Office an der Road 60, etwa 4 km außerhalb von Siem Reap. Wir haben unsere damals direkt am Ticket Office gekauft. Ein Tagesticket kostet 37 US-Dollar (rund 32 €) pro Person, Kinder unter 12 sind frei. Kauf die Tickets nur dort – Tickets von anderen Verkäufern sind nicht gültig.

Von unserer Unterkunft über das Ticket Office bis Angkor Wat waren es rund 12 km. Mit unserem Fahrer und seiner Remorque waren wir inklusive Ticketkauf nach etwa 50 Minuten da.

Der Archäologische Park von Angkor ist rund 400 Quadratkilometer groß – klar, dass man das nicht alles schafft. Wir haben uns wie die meisten vor allem auf Angkor Wat selbst konzentriert. Es ist unfassbar, wozu die Menschen damals schon fähig waren. Vor allem die Feinheiten, die in den Stein gemeißelt wurden, wirken fast wie nicht von dieser Welt. Und das vor rund 900 Jahren.

Angkor Wat am Morgen

Unser Fahrer hat die ganze Zeit auf uns gewartet und uns nach jeder Besichtigung zum nächsten Tempel gebracht.

Angkor Thom – der Baphuon

Als Nächstes ging es nach Angkor Thom, der letzten großen Hauptstadt des Khmer-Reichs. Dort haben wir uns den Baphuon angeschaut. Schon der Weg dorthin ist besonders: Du läufst über eine rund 200 m lange Steinbrücke, die auf kurzen Säulen ruht, direkt auf den pyramidenförmigen Tempel zu. Er stammt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Seine Geschichte ist fast verrückter als der Bau selbst: Französische Archäologen haben ihn Stein für Stein abgebaut, um ihn zu restaurieren, dann kam der Bürgerkrieg, und die Pläne gingen verloren. Der Wiederaufbau ohne Plan dauerte 16 Jahre und gilt als eines der größten Puzzles der Welt. Seit 2011 ist der Baphuon wieder zugänglich.

Baphuon in Angkor Thom mit der erhöhten Steinbrücke

Die Elefantenterrasse

Gleich nebenan liegt die rund 350 m lange Elefantenterrasse, von der aus der König Zeremonien und seine Truppen verfolgte. Besonders schön ist der dreiköpfige Elefant am Nordende, dessen Rüssel Lotusblüten pflücken.

Dreiköpfiger Elefant an der Elefantenterrasse in Angkor Thom

Ta Prohm – der Tomb-Raider-Tempel

Zum Abschluss ging es nach Ta Prohm, etwa einen Kilometer östlich von Angkor Thom. Hier wurde 2001 „Lara Croft: Tomb Raider“ mit Angelina Jolie gedreht. Die französischen Archäologen haben Ta Prohm Anfang des 20. Jahrhunderts bewusst weitgehend so gelassen, wie sie ihn vorgefunden hatten: Riesige Baumwurzeln umschlingen die Mauern, Gänge sind eingestürzt, Wege von Steinbrocken versperrt. Ganz sich selbst überlassen ist der Tempel aber nicht mehr, denn inzwischen wird er gesichert und teilweise restauriert.

Am schönsten fand ich den Anblick, wie ein mächtiger Baum samt seinen Wurzeln aus dem Mauerwerk emporragt. Da spürst Du die schiere Macht der Natur, die sich eines Tages alles zurückholt. Und irgendwie hat es schon was, an einem Ort zu stehen, an dem Hollywood gedreht hat.

Ta Prohm: mächtiger Baum, der aus dem Mauerwerk des Tempels wächst

Wichtig: Zieh gutes, festes Schuhwerk an. Auch wenn der Tempel nach und nach restauriert wird, musst Du genau schauen, wo Du hintrittst. Zumindest war das bei uns damals so.

Denk daran, genug zu trinken. Auch in Kambodscha wird es sehr warm, und in der Tempelanlage bist Du eigentlich den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt.

Ein Souvenir, das bis heute hängt

Nach einer kleinen Stärkung in der Unterkunft hat uns unser Fahrer abends noch einmal in die Pub Street gebracht. Der Abend war dem Souvenirkauf gewidmet. Ein Bild hatte sofort meine Aufmerksamkeit: Angkor Wat im Sonnenauf- oder -untergang, in Rot-, Gelb- und Orangetönen, 120 x 80 cm. Bis heute hängt es in meinem Schlafzimmer über dem Bett und erinnert mich an diese Reise.

Früh am Morgen zum Flughafen

Am nächsten Morgen hat uns unser Fahrer samt Gepäck früh abgeholt und zum damaligen internationalen Flughafen gebracht, rund 9 km entfernt. Die Remorques sind offen, haben also keine Fenster, und am frühen Morgen wird es durch den Fahrtwind ganz schön frisch. Zieh Dir also etwas Langärmliges an.

Gut zu wissen: Den Flughafen, von dem wir damals abgeflogen sind, gibt es nicht mehr. Seit Oktober 2023 laufen alle Flüge über den neuen Flughafen Siem Reap–Angkor (SAI), rund 45 bis 50 km östlich der Stadt. Mit dem Auto brauchst Du etwa eine Stunde, mit der Remorque ist das keine Option mehr. Plane Deinen Transfer am besten vorab, zum Beispiel über Deine Unterkunft.

Unser nächster Halt: die Hauptstadt Phnom Penh. Dazu mehr in Teil 2.

Was diese Etappe gekostet hat

PostenfürPreis
H+ Hotel Frankfurt Airport West, 1 Nacht im Doppelzimmer, inkl. Parken für 2 Wochen und Shuttle, über Parken und Fliegen2 Personen110,00 €
Flug Frankfurt–Bangkok mit Oman Air via Maskat, Hin- und Rückflug, 419 € p. P., gefunden über momondo2 Personen838,00 €
Admiral Suites Bangkok, 2 Nächte im Doppelzimmer2 Personen100,00 €
Direktbus Bangkok–Siem Reap, einfache Fahrt, rund 24 € p. P.2 Personenrund 48,00 €
Remorque-Fahrer für den gesamten Aufenthalt in Siem Reap, 20 US-Dollar p. P.2 Personenrund 34,00 €
Siem Reap Pub Hostel, 2 Nächte im Zimmer mit zwei Einzelbetten, über booking.com2 Personen44,00 €
Angkor-Tagesticket, 37 US-Dollar p. P.2 Personenrund 64,00 €

In Summe rund 1.240 € für uns beide, für Hotel und Parken in Frankfurt, die Langstreckenflüge, zwei Unterkünfte, den Bus nach Siem Reap, unseren Fahrer und die Tempeltickets. Den größten Posten machen dabei die Flüge aus. Nicht enthalten sind das Visum, Verpflegung, das Souvenir-Bild und der Weiterflug nach Phnom Penh, weil ich dazu keine vollständigen Beträge mehr habe. Die Beträge in US-Dollar habe ich mit 1 € ≈ 1,15 US-Dollar umgerechnet (Stand: September 2026). Der Busbetrag ist bereits damals umgerechnet worden.

Alle Buchungslinks auf einen Blick

In Teil 2 geht es weiter in die Hauptstadt Phnom Penh – mehr dazu in Kürze.

Und wenn Du beim Lesen gedacht hast „so eine Route will ich auch, aber nicht selbst zusammensuchen“: Genau das ist meine Arbeit. Das erste Gespräch kostet nichts.

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